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Geschichte

Ortsgeschichte

Geschichte

Entdecken Sie die Geschichte unseres Ortes – chronologisch aufbereitet mit Bildern und Ereignissen.

5 Einträge

1914

Das Gleisdreieck schließt sich

Der Eisenbahnknoten Bebra wächst über Jahrzehnte in alle Richtungen. 1914 entsteht die sogenannte Berliner Kurve, eine direkte Verbindung zwischen den Strecken von Frankfurt und von Halle. 1924 kommt im Westen der Vorbahnhof Bebra U hinzu.

Das Ergebnis ist eine Besonderheit, die Weiterode bis heute prägt: Der Ort liegt vollständig innerhalb eines Gleisdreiecks. Wer nach Weiterode will, muss über eine Brücke oder durch einen Tunnel.

Kurios ist dabei, dass das rundum von Schienen umschlossene Dorf nie einen eigenen Bahnhof bekam. Der nächste Halt ist bis heute Bebra.

1920

Die Vereine entstehen

Das wachsende Dorf organisiert sich. In den Jahrzehnten um die Jahrhundertwende entstehen die Vereine, die das Weiteröder Gemeinschaftsleben bis heute prägen.

  • 1912: Radsportverein „Frisch auf“
  • 1920: ESV Weiterode
  • 1925: Mandolinenverein „Wanderlust“

Im Lauf der Zeit kommen weit über zwanzig Vereine und Verbände zusammen: Sportvereine, Chöre, Musikgruppen, Feuerwehr und Rotes Kreuz, ein Schützenverein, ein Jugendclub und die Mundartgruppe, die ihre Auftritte bis heute in Weiteröder Platt bestreitet.

1933

Eine neue Volksschule

Die Einwohnerzahl war seit der Ankunft der Eisenbahn stetig gestiegen, und mit ihr die Zahl der Schulkinder. Die alten Gebäude platzten aus allen Nähten.

1933 wird deshalb eine moderne achtklassige Volksschule eingeweiht. Später wird daraus die Mittelpunktschule für die Umgebung, heute ist es die vierzügige Grundschule „Ulfetalschule“.

1944

Luftangriff auf den Rangierbahnhof

Was den Raum Bebra wirtschaftlich stark gemacht hatte, machte ihn im Krieg zum Ziel. Am 4. Dezember 1944 galt ein Luftangriff dem Rangierbahnhof.

Der Bahnhof selbst wurde kaum getroffen. Die Bomben fielen stattdessen auf die Stadt; 64 Menschen kamen ums Leben.

1946

Das Dorf wächst durch Flüchtlinge und Vertriebene

1939 lebten in Weiterode 1.968 Menschen. 1946 sind es 2.555, 1950 dann 2.711 – der höchste je gezählte Stand.

Hinter diesen Zahlen stehen Flüchtlinge und Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten, die in Hessen untergebracht wurden. Innerhalb weniger Jahre wuchs die Einwohnerschaft um fast vierzig Prozent. Wohnraum, Schule und Versorgung mussten mit einer Bevölkerung zurechtkommen, für die sie nicht gebaut waren.

In den folgenden Jahren ging die Zahl wieder zurück: 1956 auf 2.373, 1961 auf 2.308.