Über Jahrhunderte lebte Weiterode von der Landwirtschaft. Im 18. und 19. Jahrhundert kommt ein zweites Standbein hinzu: die Leinenweberei.
Aus dem Bauerndorf wird ein Leinenweberdorf. Gewebt wurde im Winter, wenn die Feldarbeit ruhte – Heimarbeit, die den Haushalten ein zusätzliches Einkommen brachte und sie zugleich abhängig machte von Zwischenhändlern und Marktpreisen.
Es ist die letzte Phase, in der Weiterode wirtschaftlich weitgehend aus sich selbst heraus lebt. Was danach kommt, wird von außen bestimmt: von der Eisenbahn.
