Geschichte

Urkundliche Ersterwähnung

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Weiterode am 27. August 1057. Ursprünglich gehörte Weiterode zum Erzbistum Mainz als einziger Ort in der Gegend um Bad Hersfeld. Demgegenüber besaß Hersfeld in seinem Territorium ein Dorf, das südlich von Mainz, Richtung Alzey, lag mit Namen Schornsheim. Erzbischof Liutbold von Mainz und Abt Meginher von Hersfeld tauschten die beiden Orte der einfacheren Bewirtschaftung wegen gegeneinander aus. Als Vertragsschließende haben unterzeichnet: Liutpold, Erzbischof zu Mainz und Meginher, Abt der Hersfelder Kirche sowie 33 Zeugen. Dies ist öffentlich verhandelt worden in Mainz auf Anordnung des Königs Heinrich IV. und mit Zustimmung des ehrwürdigen Erzbischof Liutbold und des Abtes Meginher im Jahre 1057 am 27. August.

Geschichtliche Eckdaten

Im Jahr 1344 gehört Weiterode dann zu Hessen und lag in der Vogtei Ziegenhainisch.

1376 wird in Dokumenten eine Burg erwähnt, auf die heute noch der Straßen- und Gemarkungsname Burgrain hindeutet. Seit 1502 gehörte Weiterode zum Amt Rotenburg und wurde später Gerichtsstuhl dieses Amtes für mehrere Ortschaften. In dieser Zeit fallen einige Orte im Umfeld wüst, unter anderem Stockhausen, Erdhausen und Rudolferode. Im dreißigjährigem Krieg wurden Dorf und Kirche vom Heer geplündert.

Das bäuerliche Dorf Weiterode entwickelte sich im 18. und 19. Jahrhundert zu einem Leinenweberdorf und mit dem Bau der Eisenbahn um 1850 und dem aufstrebenden Bahnhof Bebra schließlich zu einem Eisenbahnerdorf.

Seit dem Bau der sog. Umgehungsbahn schließt sich ein Gleisdreieck um Weiterode. Die stetige Aufwärtsentwicklung nach dem 2. Weltkrieg endete mit dem Niedergang des Bebraer Bahnhofs Mitte der 1980er Jahre.

1972 wird Weiterode im Zuge der Gebietsreform der größte von insgesamt 11 Stadtteilen Bebras.

950 Jahrfeier 2007

Im Jahr 2007 feiert Weiterode in einer Festwoche vom 4. bis 12. August das 950-jährige Jubiläum der urkundlichen Ersterwähnung (August 1057, s.o.).